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Chronik
 

Kurze Chronik der TMK Bramberg

Die Trachtenmusikkapelle Bramberg wurde im Jahr 1854 gegründet. Das Gründungsjahr ergibt sich aus mündlichen Überlieferungen, zu denen Urkunden über den ersten Kapellmeister Franz Härtnagel und ein Foto der ersten Musikkapelle, das aus den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts stammt, passen. Dieses Foto zeigt den Kapellmeister mit neun Musikanten und zwei Marketenderinnen.

Franz Härtnagel, 1815 in Bruck im Zillertal geboren, war 1853 als neuer Oberlehrer nach Bramberg gekommen und hatte 1854 eine Brambergerin geheiratet. Er blieb bis 1872 in Bramberg, zog dann nach Mittersill, wo er 1883 verstarb.

1883 übernahm wieder ein Oberlehrer aus dem Zillertal, Franz Schellhorn aus Stumm, die Leitung der Schule und der Musikkapelle. Unter seiner Führung gelang es unter großen finanziellen Belastungen, erstmals eine Uniform für die Musikkapelle anzuschaffen. Man entschied sich für die Uniform des Infanterieregiments Nr. 59 „Erzherzog Rainer“. 1904 musste Franz Schellhorn sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zurücklegen, sein Bruder Hans Schellhorn leitete die Kapelle, bis 1906 Ludwig Ramsauer, wieder ein Lehrer, aus Saalbach nach Bramberg kam und als Kapellmeister erstmals einen Musikverein mit Satzung gründen konnte. Die Kapelle war inzwischen auf ca. 20 Mitglieder angewachsen.

1911 geht Ludwig Ramsauer wieder nach Saalbach zurück und übernimmt dort die Kapellmeisterstelle; in Bramberg wird mit Hansjörg Neumaier erstmals ein Einheimischer Kapellmeister, der von 1912 bis 1931 diese Funktion ausübt. In den 20er Jahren hatte die Musikkapelle ca. 30 Mitglieder.

1931 übernahm der Organist und Mesner Hans Reichholf die Nachfolge von Hansjörg Neumaier, er war 35 Jahre lang bis 1966 der bisher längsdienende Kapellmeister in Bramberg. Unter seiner Führung wurde 1952 die Raineruniform durch eine Tracht ersetzt, die nach einem Kupferstich von 1860, der Hans Panzl, einen aus dem Bramberger Ortsteil Mühlbach stammenden Freiheitskämpfer der Franzosenkriege, zeigt, erstellt wurde. Zehn Jahre später wurde im Dorfpark ein eigener Musikpavillon errichtet.

Nachdem 1966 Hans Reicholf aus gesundheitlichen seine Funktion zurücklegen musste, übernahm wieder ein kurz vorher nach Bramberg gekommener Lehrer, Heinz Kammerlander, das Amt des Kapellmeisters. Er konnte die inzwischen auf ca. 40 Mitglieder angewachsene Kapelle zu einigen musikalischen Erfolgen führen. 1971 wurde erstmals ein Mädchen in die Kapelle aufgenommen.

1979 legte Heinz Kammerlander seine Funktion zurück und der junge Bramberger Ernst Wurnitsch folgte ihm nach. In seinem ersten Jahr als Kapellmeister konnte das 125-jährige Gründungsfest als großes Ereignis im Oberpinzgau gefeiert werden. Auch unter seiner Führung wurde die Ausbildung der jungen Musikanten weiter verbessert, was sich ebenfalls in musikalischen Erfolgen niederschlug.

Nach 19 Jahren übergab Ernst Wurnitsch 1997 sein Amt an Jochen Freiberger, der als damals jüngster Kapellmeister in Salzburg die musikalische Qualität noch deutlich verbessern konnte. 2004 konnte mit einem eindrucksvollen Fest das 150-jährige Bestandsjubiläum gefeiert werden.

Nach 12 Jahren Amtszeit übergab Jochen Freiberg im Mai 2010 das Amt des Kapellmeisters an die damalige Jugendreferentin Gerti Proßegger. Die führt die heute aus rund 50 Mitgliedern bestehende Kapelle gemeinsam mit Obmann Albert Fritz bei den zahlreichen Proben, Konzerten und Ausrückungen an.